Getränke - Rezept-Nr. 30

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RUMTOPF, KLASSISCH

( 1 Rezept )

Kategorien

  • ???
 
 

Zutaten

    Frische, tadellose Früchte
    Zucker
54   %en Rum
    Stange Vanille
 

Zubereitung

Man benötigt

einen sauberen, unbeschädigten Stein-, Steingut- oder Porzellantopf reife, frisch geerntete, tadellose und saubere Früchte der Saison Zucker im Verhältnis von 250 g auf 500 g Früchte (das Verhältnis 1:1 ist zu süß, bietet allerdings die Garantie sicherster Haltbarkeit) besten 54prozentigen Rum und 1 kleingeschnittene Stange Vanille zur Würze.

Der Rum muß die Früchte immer bedecken.

Man beginnt im Mai/Juni mit Erdbeeren, im Juni/ Juli folgen nicht entkernte Sauerkirschen, im Juli/ August Aprikosen und/oder Pfirsiche abgezogen, halbiert und entkernt, im August/September Reineclauden und/ oder Mirabellen, abgezogen, halbiert und entkernt, im September/Oktober Birnen geschält, in Stücken und ohne Kerngehäuse, im Oktober/November gießt man 4 Wochen nach den letzten Früchten nochmals l/2 Flasche Rum nach und läßt den Rumtopf ruhen.

Traditioneller »Anstichtag« ist der 1. Advent.

Nicht in den Rumtopf gehören Rhabarber und Johannisbeeren, sie sind zu sauer, Blaubeeren und Himbeeren sind zu weich und schimmeln leicht, Preiselbeeren sind zu herb, Brombeeren werden hart, genau wie Äpfel oder die Haut von Trauben.

Ein Rumtopf sollte an einem kühlen, ruhigen Ort stehen, wo die Sonne nicht hinkommt. Man kontrolliere ihn regelmäßig, zu Beginn in jeder Woche zweimal. Früchte, die an der Oberfläche schwimmen, können ihn schimmeln lassen. Deshalb einen umgekehrten Porzellanteller einlegen, der die Früchte unter der Rumoberfläche hält. Den Rumtopf immer wieder einmal durchrütteln oder durchrühren. Ob man rührt oder rüttelt, ist eher eine weltanschauliche als eine praktische Frage. Allerdings wird nicht mit dem sonst so beliebten Holzlöffel umgerührt (er ist bakterienträchtig), sondern mit einem Löffel aus Silber oder Edelstahl.

Gärt der Rumtopf (man sieht kleine Bläschen an der Oberfläche), 54prozentigen Rum nachgießen oder 100 g reinen Weingeist aus der Apotheke auf einen Rumtopf von 3 1 Inhalt geben. Gärt er mit Schaum und Gärgeruch: Inhalt einmal aufkochen und schnell verbrauchen. Der gärige Geschmack allerdings bleibt. Gären ist die Folge einer oder aller der drei Sünden wider den Rumtopf:

1. billige Zutaten,

2. schlampige Zubereitung,

3. falscher Aufbewahrungsort.

Es gibt noch eine vierte Sünde: die Hemmungslosigkeit, nicht bis zum 1. Advent zu warten, sondern zwischendurch sich an den Früchten zu vergreifen und den Topf nach und nach leer zu schlecken.

Anmerkung:

Rumtopf kann man pur essen. Besonders lecker aber ist er mit: 1. flüssiger Sahne, die Früchte leicht gekühlt; 2. Vanille-Eis; 3. auf einer Creme bavaroise;

4. zu einer Mousse au chocolat;

5. als Belag auf Nußkuchen.

Quelle


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